Tipp 12: Shooten oder Shoppen?
starring Stefan Dippacher

Wir alle haben uns an makellose Menschen auf Zeitschriften-Covers gewöhnt. Aber selbst Kinder wissen, dass die Abbildung nicht genauso im Fotoshooting entstand. Das perfekte Ergebnis wurde „geshoppt“ – also durch eine unblutige und günstige Schönheits-OP in „Adobe Photoshop“ erreicht.

Bildretuschen sind Pflicht

Die weltweit meist genutzte Software zur Bildbearbeitung muss für Design und Werbung aber viel mehr leisten als die Retusche von Pickeln und das Straffen von Falten. Für jeden Fotografen und Designer gehört es zum Standard-Workflow, nach dem Shooten die Helligkeit, den Kontrast und die Farbgebung der Bilder anzupassen.

Fotomontagen sind Standard

Häufig ist das gewünschte Gesamtbild ohnehin nur durch eine – möglichst gut geplante – Fotomontage zu erreichen oder wirtschaftlich sinnvoll. Die wesentlichen Bildinhalte, wie Personen und Produkte, werden z. B. vor weißem Hintergrund oder einem „Greenscreen“ fotografiert. Fehlende Bildelemente, wie Objektschatten und Hintergrund werden ergänzt. Die Kunst der Fotomontage liegt darin, in Hinsicht auf Licht, Perspektive, Farbstimmung und (Un-)Schärfe ein stimmiges, natürlich wirkendes Gesamtbild zu erzeugen.

Composings sind Herausforderungen

Nur verblüffend oder sogar abgehoben kann die kreative Verschmelzung von Bildelementen anmuten. Oft sind solche „digitalen Collagen“ der besondere Blickfang in einem nüchternen, sachlichen oder technischen Umfeld.
Als Rohmaterial nutzt Wildner+Designer gerne alle Bildquellen und technischen Möglichkeiten, um hochwertige und interessante Abbildungen zu erzeugen: Fotos aus professionellen Studios oder von Reportagen, Aufnahmen aus unserem eigenen kleinen Studio, Stock- oder Agentur-Bilder sowie digital erzeugte 2D- oder 3D-Abbildungen. Was im Fotoshooting entstehen und was in Photoshop umgesetzt werden soll, stimmen wir mit unseren Kunden bereits im Vorfeld ab.

Beispiele aus verschiedenen Bereichen

Bild aus Blog-Artikel „Bitte lächeln“ – Vika vor Space

Das Portrait wurde vor dunkelgrauem Foto-Hintergrund fotografiert. Die Beleuchtung wurde auf die Computergrafik abgestimmt, die später als Hintergrund eingefügt wurde.

Darstellung der Produkte im Katalog für Kaweco: Die Schreibgeräte werden einzeln fotografiert und nach Bedarf zusammengestellt. Schatten oder Spiegelungen werden digital erzeugt und individuell auf den Hintergrund angepasst.

Anzeigenserie zur Fachzeitschrift BRAUWELT: Das Anzeigenmotiv entstand aus 3 einzelnen Elementen: Person und Bierglas sind Stock-Fotografien; der Umschlag entstand aus einer Photoshop 3D-Funktion.

enpros Energietechnik, Heizanlage Leipzig

Visualisierung eines Planungsprojekts von enpros Energietechnik: Das hoch aufgelöste Luftbild vom Heizkraftwerk Leipzig beauftragten wir bei einem spezialisierten Unternehmen. Für die noch in Planung befindlichen Wärmespeicher erstellten wir 3D-Modelle.

Bonesupport-Kalender – Honig

Kalender von Bonesupport für Kliniken und Labors: Die Rohbilder fanden wir bei Bildagenturen. Zusätzlich nutzten wir Zeichenwerkzeuge von Photoshop, um die Computer-Illustration mit der Anmutung eines Röntgenbilds humorvoll zu verfremden.

Bild Apfelscholle

Eine kuriose Photoshop-Disziplin: „Plantimals“

In Anzeigen wollten wir potentielle Azubis zum Kennenlernen unseres Büros und ein Getränk einladen. Unseren „Digital-Imaging-Spezialisten“ Stefan Dippacher baten wir, ein Plantimal als auffälliges Bildmotiv beizusteuern – unsere „Apfelscholle“.  
Plantimals sind visuelle Verschmelzungen von Pflanzen und Tieren. Für leidenschaftliche Photoshop-User wie unseren „Dippi“ stellt die Gestaltung eines verblüffenden Plantimals eine besondere Herausforderung dar. Um mit den Kreationen mithalten zu können, die in zahlreichen Internet-Galerien zu bestaunen sind, bedarf es aber sehr guter Photoshop-Kenntnisse, eines geschulten Auges und einer Unzahl gezielter Mausklicks.

Weiterführende Links

Hier einige Links zu weiteren skurrilen Beispielen:

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