Ein wichtiger Baustein für ein individuelles Corporate Design ist die typografische Gestaltung. PCs, Smartphones und andere Geräte zur Darstellung von Websites und weiterer digitaler Medien verfügen systemseitig jedoch nur über eine sehr beschränkte Schnittmenge an Schriftarten. Glücklicherweise ist es aber durch Einbindung von „Fonts“ möglich, Textelementen einen eigenen Charakter und Wiedererkennung zu verleihen.

Kommerzielle Schriften, deren Gebühren häufig im drei- bis vierstelligen Bereich liegen, scheiden bei der Kosten-Nutzen-Abwägung häufig aus. Aber das wachsende Angebot an „Free Fonts“ erlaubt den Einsatz ohne komplizierte Lizenzmodelle und Zahlungspflichten. Wir zeigen, wie prägnante und kostenfreie Schriften Unternehmen und Marken eine eigene Anmutung und hohe Wiedererkennung verleihen.

Nutzung von kostenfreien Schriftarten

Beliebte Verzeichnisse für Free Fonts

Wesentlich beteiligt an dieser Entwicklung ist Google mit seinem 2010 gestartetem interaktiven Verzeichnis Google Fonts. Dieses listet über 1.000 Schriften in allen erdenklichen Stilrichtungen übersichtlich auf. Jede davon kann lokal heruntergeladen oder in eine Website eingebunden werden.
Der Clou: Die Schrift kann sowohl als Desktop- wie als Web-Font frei genutzt werden – auch für kommerzielle Zwecke!

Bei dieser Sammlung handelt sich jedoch nicht um exklusive, von Google selbst entwickelte Schriften. Vielmehr werden in dem Verzeichnis nur verschiedenste Schriftarten gesammelt, die unter freien Software-Lizenzen – wie der SIL Open Font License (OFL) oder der Apache-Lizenz – publiziert sind.

Eine weitere Website, die Kreativen ein Sammelsurium an kostenlosen, kommerziell nutzbaren Schriften bietet ist www.fontsquirrel.com.

Aber nicht nur Schriftdesigner stellen ihre Fonts über Plattformen kostenfrei zur Verfügung. Auch Konzerne, wie Google, Adobe oder Mozilla gehen großzügig mit ihren Urheberrechten um. Beispielsweise sind die Schriftfamilien Source Sans Pro von Adobe oder Fira Sans von Mozilla professionell entwickelte und mit einer Vielzahl an Schnitten und Glyphen bestens ausgebaut.

Zur Sicherheit sollten vor dem Einsatz einer Schrift aus dem Web immer die Lizenzbestimmungen geprüft werden. So kann bei bestimmten Lizenztypen (Stichwort Creative Commons) beispielsweise definiert sein, dass der Schriftdesigner namentlich genannt werden muss. Dies gilt vor allem bei Schriftverzeichnissen wie www.dafont.com, die sich zwar auf kostenfreie Schriften spezialisiert haben, hierbei jedoch den Fokus auf „Personal Use“, die nicht-kommerzielle Nutzung legen.

Beispiele freier Schriftarten im Webdesign

Vor allem bei Websites sind Free Fonts ein Segen! Sie bieten hier eine wichtige Alternative zu kostenintensiven Lizenzmodellen, welche auf der Anzahl von Besuchern basieren. Zur Veranschaulichung haben wir einige Beispiele in unserer Galerie zusammengestellt. Bei diesen aktuellen Websites unserer Kunden konnten wir Free Fonts zum Einsatz und zur prägnanten Wirkung bringen.

Nutzung individueller Schriften im Corporate Design

Die Weichen zur Vermeidung hoher Lizenzgebühren für Schriften sollten aber natürlich schon vor der Gestaltung der Internetpräsentation gestellt werden. Bereits bei der (Neu-)Entwicklung des Corporate Designs sind dann entsprechende Überlegungen zu erfolgen: Soll die Schrift des Logos oder der Marke(n) auch für die Unternehmenskommunikation zur Verfügung stehen? Welche Schnitte wären sinnvoll einzusetzen und welche Abteilungen und Arbeitsplätze müssten über welche Lizenzen verfügen?

Die allermeisten kostenpflichtigen Schriftarten können über die Anbieter FontShop und MyFonts bezogen werden. Vor der Festlegung auf eine „Firmenschrift“ ist es sehr hilfreich, hier die entstehenden Gebühren für benötigte Lizenzen zu recherchieren. Auf dieser Basis kann eine rechtzeitige und bewusste Abwägung der Alternativen getroffen werden. Sofern die ermittelten Kosten vermieden werden sollen, finden wir für unsere Kunden sehr gerne Free Fonts im gesuchten Stil – auch wenn hier die Auswahl noch nicht so groß ist!