„Screencast“ nennt sich die systemseitige Aufnahme und Weitergabe von bewegten Monitorbildern. Durch Bordmittel oder die Installation einer kostenlosen Recording-App ist es an jedem Computer möglich, die Abläufe auf dem Bildschirm als Filmsequenz abzuspeichern. Aufgenommen werden kann z. B. die Bedienung einer Anwendung oder einer animierten PowerPoint-Datei. Unseren Kunden bietet sich dadurch die Option, in effizienter Weise hochwertiges Material zu generieren. Die Postproduktion – „Aufhübschung“ und Nachvertonung Ihrer Screencasts – übernehmen wir gerne für Sie, damit Sie am Ende professionellen Video-Content veröffentlichen können.

Camtasia, ein Programm zur Aufnahme und Bearbeitung von Screencasts
Oberfläche von „Camtasia“, einer empfehlenswerten Anwendung zur Bearbeitung von Screencasts

Wem bietet die Technik welche sinnvolle Unterstützung?

Besteht das Potenzial, Ihr Unternehmen durch Videos voranzubringen? Könnten Screencasts Ihre Inhalte optimal transportieren? Und haben Sie Interesse, selbst einen Teil des Videomaterials zu erstellen, um eigene Kompetenzen zu nutzen und Kosten zu sparen?

Falls dies alles zutrifft, sollten Sie Screencasts einsetzen. Bei Bedarf beraten und schulen wir Sie gerne für einen gelungenen Start in diese relativ simple Technik. Alle Realbildaufnahmen mit Kamera, Licht und Ton sollten Sie aber weiterhin dem Profi überlassen – ebenso die Retusche, das Corporate Branding, Mastering und die optimale Ausgabe des Videofilms.

Wie kann man Monitor-Geschehen aufnehmen?

Screenshot

Zur kurzen Einblendung könnte bereits ein Screenshot ausreichen. Diesen kleinen Bruder des Screencasts, ein Bildschirmfoto, haben Sie sicher schon mal erstellt. Dafür sei Windows-Usern das „Snipping-Tool“ und Mac-Usern die Tastenkombination Cmd-Shift-4 empfohlen. Ebenfalls mit Tastenkombinationen funktionieren Aufnahmen von Tablets und Smartphones.

Abgefilmter Monitor

Natürlich würde auch die Möglichkeit bestehen, den Bildschirm mit einer Kamera abzufilmen. Weil aber Reflektionen, Bildschirmflimmern, Unschärfen, wacklige Schreibtische, komplexe Kamerabedienung, Lichtveränderungen und vieles mehr unter Kontrolle zu bringen sind, würden wir davon abraten. Sinnvoll sind solche Aufnahmen nur, wenn es um Authentizität oder die Darstellung von Tätigkeiten am Computer geht – zum Beispiel, um die Arbeit eines Grafikdesigners oder Programmierers zu zeigen. Entstehende „Störungen“ können dann auch übertrieben werden. Die Bildbeispiele zeigen eine ganze Palette an gewollten Fehlern: die Verzerrung durch ein Fischaugenobjektiv, die Scharfstellung einzelner Bildschirm-Pixel, die Entstehung eines Moiré-Musters, chromatische Aberration, Glasreflexionen oder Lens Flares. Diese Bildschirmaufnahmen sehen nach „echter Handarbeit“ aus.

Bildschirmfoto Screencast
Bildschirmfoto Screencast
Bildschirmfoto Screencast
Bildschirmfoto Screencast

Screencast

Computerinterne Video-Aufnahmen sind ideal zur Präsentation von Software-Anwendungen, für Tutorials oder Online-Schulungen oder wenn Sie z. B. eine PowerPoint-Präsentation auf YouTube veröffentlichen wollen.

Hier muss der Bildschirminhalt sauber und kontinuierlich digital aufgezeichnet werden, damit die Form nicht vom Inhalt ablenkt. Ein Screencast-Programm nimmt auf, was die Grafikkarte an den Monitor sendet. Wir verwenden das kostenpflichtige Tool „Camtasia“. Geeignet ist aber auch kostenfreie Software, wie das beliebte OBS (Open Broadcaster Studio) oder FlashBack Express.

Zum Beispiel veröffentlicht unser Kunde Elektrobit regelmäßig Tutorials zu seinen Software-Produkten. Diese Bildschirm-Videos werden meist von internen Software-Experten produziert und geliefert. Sie spielen durch, wie bestimmte Anforderungen mit ihrer Software gelöst werden können. Unsere Aufgabe ist es dann, z. B. Übergänge harmonischer zu gestalten, Spotlights auf bestimmte Bildschirmteile zu werfen oder das Video durch ein Intro, ein Outro oder einen professionellen Sprecher zu optimieren.

Screenshot Screencast
Screenshot Screencast
Screenshot Screencast
Screenshot Screencast

Die Ansprüche bestimmen das Tool

Wenn Ihnen eine Produktion „quick and dirty“ reicht, nutzen Sie eingebaute Screenrecording-Programme, wie z. B. den Quicktime-Player. Bei Windows 10 gibt es noch den Workaround über die Xbox Game Bar. In diesen Tools kann eingestellt werden, welcher Bereich des Bildschirms aufgenommen wird, ob der Ton ebenfalls aufgezeichnet wird und ob der Mauszeiger sichtbar sein soll.

Sowohl in PowerPoint als auch in Keynote ist es übrigens möglich, ohne Extra-Software einen Audiokommentar zu einzelnen Folien einzusprechen. So könnte man einen eigenen Folien-Vortrag als audiovisuelle Aufzeichnung, sprich als Video, veröffentlichen.

In der folgenden Produktpräsentation hat ein Mitarbeiter von Elektrobit einen Vortrag weitgehend selbst aufgenommen. Wir konnten das Video noch durch Details verbessern, wie eine Optimierung der Sprach-Tonqualität oder die nahtlose Integration von Animationen in die Präsentationsfolien.


Professionelle Programme wie Camtasia bieten komplexe Bearbeitungsmöglichkeiten, z. B. individualisierbare Effekte für Rechts-, Links- oder Doppelklicks. Weitere Beispiele sind verschiedene Videoqualitätsstufen oder sogar eine zusätzliche Edit-Umgebung, mit der Sie Ihre Screencasts schneiden, mit Effekten und Schrifteinblendungen versehen oder einzelne Bildbereiche durch Rahmen, Helligkeitsveränderungen oder Zooming hervorheben können. Die umfangreichen Bearbeitungsoptionen von Camtasia werden im Screenshot ganz oben sichtbar.

Nicht vernachlässigen sollte man die Tonqualität der Aufnahmen, sofern man auch Sprache aufnehmen möchte! In Laptops eingebaute Mikrofone sollte man beispielsweise nicht nutzen, sondern lieber auf externe Mikrofone oder Headsets zurückgreifen. Deren Aufnahmequalität ist zwar noch nicht so gut wie das professionelle Video-Mikro eines Tontechnikers, aber meist viel besser als eingebaute.

Konkrete Checkliste zu Screenrecording und Screencasts in Kooperation mit Wildner+Designer

  • Wollen Sie die rohen Aufnahmen selbst erstellen oder sollen wir Sie besser schon bei der Aufnahme unterstützen?
  • Haben Sie schon ein Screenrecording-Programm oder brauchen Sie dazu eine Beratung?
  • Wollen Sie Ihre eigene Stimme im Endprodukt verwenden oder sollen wir einen Profi-Sprecher einplanen?
  • Welche audiovisuellen Effekte können Ihren Screencast verständlicher und einprägsamer machen?
  • Ist ein definiertes Corporate Design zu beachtet?
  • Muss das Timing der Aufnahmen angepasst werden? „Ähs“, Atemgeräusche und Pausen sollten rausgeschnitten oder lange Ladezeiten verschnellert werden!
  • Müssen Bildinhalte retuschiert werden – z. B. Namen oder Daten unkenntlich machen oder Unwichtiges abdecken?
  • Ist die Bildschirmaufnahme eigenständig wie bei klassischen Software-Tutorials oder wird die Aufnahme z. B. in ein Produktvideo mit Realaufnahmen integriert?
  • Brauchen Sie ein Intro oder Outro, z. B. ein animiertes Logo oder Titeleinblendung?
  • Wie und wo veröffentlichen Sie überhaupt Ihre Videos?

Gerne stehen wir Ihnen für die Umsetzung Ihrer Ideen beratend zur Seite, führen die Aufnahmen für Sie durch oder bearbeiten Ihre Recordings. Mit unserem Know-how können wir Ihren Screencasts technisch und gestalterisch einen professionellen Eindruck verleihen.
Kontaktieren Sie uns unverbindlich!

Zur Referenz: „Reihe mit vier Video-Tutorials zum Tool EB tresos Studio“
Zur Referenz: „Postproduktion auf Basis von Powerpoint-Slides zu SR-IOV“