Nein, hier ist nicht etwa Blindenschrift gemeint! Und Mediengestalter müssen auch kein Latein verstehen, um die Sprache des alten Roms sinnvoll einzusetzen.

Blindtext – auch Dummytext, Nachahmungstext oder Fülltext genannt – fungiert als Platzhalter bei der Gestaltung von Layouts. Profis übernehmen wenige Worte für Headlines oder auch lange Passagen als Massentext bei der visuellen Gestaltung von Print- und Digitalmedien – obwohl die Blindtexte keinen sinnvollen Bezug oder Inhalt haben.
Der Betrachter bzw. Kunde konzentriert sich (zwangsläufig) voll und ganz auf das Design und die Typografie, ohne vom Textinhalt abgelenkt zu werden. Damit kann er die Wirkung eines Entwurfs bereits dann beurteilen, bevor die konkreten Texte feststehen.

Lorem ipsum dolor sit amet …“ beginnt die meistgenutzte Vorlage zu Blindtext. Sie ist ein leicht verdrehter Text aus einem Werk vom römischen Konsul und Philosophen Cicero. Die Dichtung im Original beginnt mit „Neque porro quisquam est qui dolorem ipsum quia dolor sit amet, consectetur, adipisci velit.“ und heißt übersetzt „Es gibt niemanden, der sich selbst in Liebeskummer begibt, der danach sucht oder danach verlangt, einfach weil es schmerzt“.

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